Motivation

Herzlich Willkommen auf der Website von Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry, Lernforscherin mit den Schwerpunkten Motivation und Positive Psychologie, Autorin, Keynote Speaker und in New York ausgebildete Absolventin des New York Certificate in Applied Positive Psychology (NYCAPP).

Brohm-Badry in der deutschen Wikipedia
Brohm-Badry in der US-amerikanischen Wikipedia

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry, Keynote Speaker Motivation, Keynote Speaker Positive Psychologie (c) 2019 Lêmrich
Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry, (c) 2019 Lêmrich
Statement
Ich glaube fest daran, dass wir auf der Welt sind, um uns selbst und anderen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen – ein Leben in der Fülle unseres Geistes, unseres Herzens und unseres Handelns – in Wohlbefinden, Wärme und Verbundenheit mit anderen. Ich gehe davon aus, dass Menschen die natürliche Tendenz haben zu lernen, zu wachsen und sich zu entwickeln. Impulse zu diesen genuin menschlichen Handlungstendenzen finden wir in den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung. Daran glaube ich und dafür tue ich, was ich tun kann.                        

Im Kern geht es um Konzepte, Strategien und Effekte positiver Energetisierung von Mensch und Organisation – somit um die Stärkung positiver mentaler Energie (FAZ: „Die Energie-Beraterin“).

Motivation wächst, wenn sich Mensch und Organisation als Verursacher des eigenen Verhaltens erleben, sich verantwortlich für die Ergebnisse, wohlbefindlich und leistungsstark fühlen. Positive Emotionen, Leistungserfahrungen, vertrauensvolle Beziehungen, Sinnhaftigkeit des Handelns und Wirksamkeitserleben stärken diese Art der positiven Motivation.

Motivation Beyond Borders

Brohm-Badry, Keynote Speaker Motivation, Keynote Speaker Positive PsychologieNegative Motivation hingegen lebt von der Angst und riskiert damit Burnout und Demotivation. Positive Motivation jedoch fördert die Angstfreiheit und kann uns somit dabei unterstützen, über wahrgenommene Grenzen hinauszugehen und als Mensch zu wachsen. In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass sie im Vergleich zu allen anderen Motivationsansätzen effektiver, gesünder und lukrativer ist– sie treibt folglich die generative Transformation von Mensch und Organisation voran (zusammenfassend Brohm 2016).

Brohm-Badrys Forschung steht im Kontext der internationalen positiv-psychologischen Forschung.

Martin Seligman, Kim Cameron, Michaela Brohm-Badry, Philip Streit, Willibald Ruch
Barbara Fredrickson, Michaela Brohm-Badry
Michaela Brohm-Badry, Mihály Csíkszentmihályi
Martin Seligman, Michaela Brohm-Badry

Motivation, Leistung und Zeit

Wertvoller Zustand: Wir sind wach, selbstaufmerksam, nehmen andere Menschen wahr und denken über die Auswirkungen unseres Verhaltens nach. Selbstreflexion meint genau dieses Nachdenken über das Selbst, die eigenen Handlungen und Handlungskonsequenzen.

Und dafür braucht es Zeit. Eine ruhige Zeit des Denkens. Erstaunlich ist, dass das Maß der Reflexion mit der Leistungsstärke zusammenhängt: In einer aktuellen Studie untersuchten wir den Einfluss der Reflexionsfähigkeit auf die Leistungsmotivation und fanden bedeutsame Zusammenhänge: Von der Grundschule bis hin zum Abitur (N=654) zeigten Mehrebenenanalysen an Schülerdaten starke, signifikante Assoziationen zwischen Reflexibilität und Leistungsmotivation (p < 0.001, 0.27). Zudem war Flow-Erleben signifikant mit hohem Leistungsstreben (p < 0.001, 0.35) und hohen Werten für Ausdauer und Fleiß assoziiert (Brohm/Vogt 2016).

Die zunehmende Verdichtung von Lernzeit und Arbeitszeit in auf Wettbewerb ausgerichteten Leistungsstrukturen verknappt genau diese zur Reflexion notwendige Zeit, denn im Alltagsverständnis, wie auch physikalisch, beschreibt Leistung lediglich die in einer Zeiteinheit verrichtete Arbeit. Leistung ist Arbeit durch Zeit (L = A/t). Gemessen wird sie anhand ihrer Effektivität und Effizienz.

Dieses Leistungsverständnis führt zu einer zunehmenden Verdichtung von Lern- und Arbeitszeit und hin zu auf Wettbewerb ausgerichtete Leistungsstrukturen; es bleibt kein Raum mehr für ruhige, tiefe, menschengerechte Entwicklung, denn maximale Leistung = maximaler Arbeitsoutput bei minimalem Zeiteinsatz. Mehr in weniger Zeit. Es geht also hier um ein kaltes Verständnis von Leistung. „Kalte Leistung“ sozusagen.

Michaela Brohm-Badry, Robert Vallerand

Folgen

Und das hat Folgen auf gesellschaftlicher, organisationaler und Individualebene:

  • Diese rasant wachsende Weltbevölkerung verhält sich rasant gnadenlos gegen Wasser, Erde, Wald, Klima, Arten, Kosmos und den rivalisierenden Menschen selbst (vgl. Emmott 2015).
  • Beschränkt kommt auch die Reflexionsfähigkeit eines Teils unserer „Leistungs-Eliten“ daher. Mit Blick auf die eigenen Handlungsfolgen bezüglich des Wohlergehens von Menschen gar morbide beschränkt: Angesichts tugendloser Führungskräfte die kompetitive Leistungsorientierung befeuern, Abteilungen oder ganze Unternehmen mit Lug und Trug überziehen, Vertrauen zersetzen und Existenzen gefährden (z.B. VW-Betrug, Gammelfleisch, belastete Babynahrung, Mogelpackungen, Plagiate, „bereinigte“ Daten, Panamapapiere, Sommermärchen) können wir plausibel annehmen, dass die „Pseudo-Eliten“ dabei sind, die Reflexionsfähigkeit hinsichtlich ihrer Handlungskonsequenzen zu verlieren (Brohm 2016; Brohm, im Druck).
  • Gleiches gilt im Kontext der Zunahme an verhaltens- und emotionalen Störungen (oft Dissozialität!) bei Kindern und Jugendlichen (Statistisches Bundesamt 2015).
  • Gleichzeitig steigen die Burnout-, Depressions- und Psychopharmakaraten rasant (Statistisches Bundesamt 2015).
  • Demotivation: 85 % der deutschen Arbeitnehmer/innen sind tendenziell negativ gegenüber ihrer Arbeit und/oder dem Arbeitgeber eingestellt sind (Galupp-Studie, Nink 2015), liefern unzureichende, mangelhafte bzw. destruktive Ergebnisse, stecken ihre Kolleg/innen damit negativ an und verursachen hohe Krankheits-, und Fluktuationskosten durch erneute Stellenausschreibungen, Einarbeitungszeiten, Wissenstransferkosten, Know-How-Verlust usw.

Humanistisches Leistungsparadigma und Positive Psychologie

Wollen wir die Leistungsfähigkeit erhalten, wollen wir ein menschengerechtes Leben führen, brauchen wir ein neues Leistungsparadigma, nämlich eines, welches das Wohlbefinden einschließt: Denn es geht um das Wohlergehen der wachsenden Weltbevölkerung, es geht darum, die anstehenden Herausforderungen der Weltgesellschaft, der Organisationen und Individuen mit einer reflektierten, philanthropischen Grundhaltung zu meistern. Es gilt daher, humanistisch zu leisten. Leistung ist Arbeit x Wohlbefinden durch Zeit (L = (A x W)/t). Es geht um „Heiße Leistung“, sozusagen; ein neues, humanistisches Leistungsparadigma auf der Grundlage der Positiven Psychologie.

(Zusammenfassung meines Blogs auf Spektrum der Wissenschaft. Ausführlich unter Spektrum der Wissenschaft, scilogs).

Martin Seligman, Michaela Brohm-Badry

Die Spiegel TV-Dokumentation über Leistung, Langeweile und Zeit mit Prof. Brohm-Badry finden Sie hier:

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Literatur

Brohm, M./Vogt, D. (2016): Leistungsmotivation: der Einfluss von Flowerleben und Reflexionsfähigkeit. In G. E. Dlugosch, J. Fluck & C. Marquardt (Hrsg.), Gesundheit und Bildung: Schülergesundheit (Empirische Pädagogik, 30 (2), Themenheft). Landau: Verlag Empirische Pädagogik.

Brohm, Michaela (2016): Werte, Sinn und Tugenden als Steuerungsgrößen in Organisationen. Für Fach- und Führungskräfte (essentials). Wiesbaden, Springer.

Brohm, Michaela (2016): Positive Psychologie in Bildungseinrichtungen. Für Führungskräfte (essentials). Wiesbaden, Springer).

Emmott, S.,(2015). 10 Milliarden. Suhrkamp Taschenbuch.

Nink, M. Engagement Index (2015). Die neuesten Daten und Erkenntnisse aus 13 Jahren Gallup-Studie. München. Redline.

Statistisches Bundesamt. (2015). Gesundheitsberichtserstattung des Bundes.  (Zugriff: 24.11.15).

Die Publikationsliste von Prof. Brohm-Badry finden Sie hier.

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