Motivation

Herzlich Willkommen auf der Website von Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry, Lernforscherin mit den Schwerpunkten Motivation und Positive Psychologie. Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Forschung, Bücher, Medienresonanz und Keynotes. Zur vorgängigen Internetpräsenz unter altem Namen siehe Google/Brohm.

Das Leben positiv ändern – die Zukunft neu schreiben. (Let’s go!)
Niemand würde einen Anderen inniglich umarmen ohne Motivation. Kein Mensch, kein Tier würde sich bewegen, kein Ton erklingen, keine Leistung erbracht, kein Wort gesagt. Die Welt wäre still. Die Welt wäre leer. Ohne diese Urkraft, die uns alle bewegt (Brohm-Badry 2016).

Die Idee: Das Beste aus der Forschung für das Beste im Mensch.

Brohm-Badry MotivationIm Kern geht es um Konzepte, Strategien und Effekte positiver Energetisierung von Mensch und Organisation – somit um die Stärkung positiver mentaler Energie (FAZ: „Die Energie-Beraterin“).

Diese positive Motivation wächst, wenn sich Mensch und Organisation als Verursacher des eigenen Verhaltens erleben, sich verantwortlich für die Ergebnisse, wohlbefindlich und leistungsstark fühlen. Positive Emotionen, Leistungserfahrungen, energetisierende Beziehungen, Sinnhaftigkeit des Handelns und Wirksamkeitserleben stärken diese Art der Motivation.

Brohm-Badry Keynote Motivation

Motivation Beyond Borders

Negative Motivation hingegen lebt von der Angst und riskiert damit Burnout und Demotivation. Positive Motivation jedoch fördert die Angstfreiheit und kann uns somit dabei unterstützen, über wahrgenommene Grenzen hinauszugehen und als Mensch zu wachsen. Ja, man könnte frohen Mutes sagen, positive Motivation ist so etwas wie Motivation jenseits der Grenzen – „Motivation Beyond Borders©“.

Die starken, nachhaltigen und energetisierenden Effekte positiver Motivation für Mensch und Organisation wurden in zahlreichen Studien nachgewiesen: Im Vergleich zu allen anderen Motivationsansätzen ist sie effektiver, gesünder und lukrativer – sie treibt folglich die generative Transformation von Mensch und Organisation voran (zusammenfassend Brohm 2016).

Brohm-Badry Motivation

Motivation, Leistung und Zeit

Wertvoller Zustand: Wir sind wach, selbstaufmerksam, nehmen andere Menschen wahr und denken über die Auswirkungen unseres Verhaltens nach. Selbstreflexion meint genau dieses Nachdenken über das Selbst, die eigenen Handlungen und Handlungskonsequenzen.

Und dafür braucht es Zeit. Eine ruhige Zeit des Denkens. Erstaunlich ist, dass das Maß der Reflexion mit der Leistungsstärke zusammenhängt: In einer aktuellen Studie untersuchten wir den Einfluss der Reflexionsfähigkeit auf die Leistungsmotivation und fanden bedeutsame Zusammenhänge: Von der Grundschule bis hin zum Abitur (N=654) zeigten Mehrebenenanalysen an Schülerdaten starke, signifikante Assoziationen zwischen Reflexibilität und Leistungsmotivation (p < 0.001, 0.27). Zudem war Flow-Erleben signifikant mit hohem Leistungsstreben (p < 0.001, 0.35) und hohen Werten für Ausdauer und Fleiß assoziiert (Brohm/Vogt 2016).

Die zunehmende Verdichtung von Lernzeit und Arbeitszeit in auf Wettbewerb ausgerichteten Leistungsstrukturen verknappt genau diese zur Reflexion notwendige Zeit, denn im Alltagsverständnis, wie auch physikalisch, beschreibt Leistung lediglich die in einer Zeiteinheit verrichtete Arbeit. Leistung ist Arbeit durch Zeit (L = A/t). Gemessen wird sie anhand ihrer Effektivität und Effizienz.

Dieses Leistungsverständnis führt zu einer zunehmenden Verdichtung von Lern- und Arbeitszeit und hin zu auf Wettbewerb ausgerichtete Leistungsstrukturen; es bleibt kein Raum mehr für ruhige, tiefe, menschengerechte Entwicklung, denn maximale Leistung = maximaler Arbeitsoutput bei minimalem Zeiteinsatz. Mehr in weniger Zeit. Es geht also hier um ein kaltes Verständnis von Leistung. „Kalte Leistung“ sozusagen.

Folgen

Und das hat Folgen auf gesellschaftlicher, organisationaler und Individualebene:

  • Diese rasant wachsende Weltbevölkerung verhält sich rasant gnadenlos gegen Wasser, Erde, Wald, Klima, Arten, Kosmos und den rivalisierenden Menschen selbst (vgl. Emmott 2015).
  • Beschränkt kommt auch die Reflexionsfähigkeit eines Teils unserer „Leistungs-Eliten“ daher. Mit Blick auf die eigenen Handlungsfolgen bezüglich des Wohlergehens von Menschen gar morbide beschränkt: Angesichts tugendloser Führungskräfte die kompetitive Leistungsorientierung befeuern, Abteilungen oder ganze Unternehmen mit Lug und Trug überziehen, Vertrauen zersetzen und Existenzen gefährden (z.B. VW-Betrug, Gammelfleisch, belastete Babynahrung, Mogelpackungen, Plagiate, „bereinigte“ Daten, Panamapapiere, Sommermärchen) können wir plausibel annehmen, dass die „Pseudo-Eliten“ dabei sind, die Reflexionsfähigkeit hinsichtlich ihrer Handlungskonsequenzen zu verlieren (Brohm 2016; Brohm, im Druck).
  • Gleiches gilt im Kontext der Zunahme an verhaltens- und emotionalen Störungen (oft Dissozialität!) bei Kindern und Jugendlichen (Statistisches Bundesamt 2015).
  • Gleichzeitig steigen die Burnout-, Depressions- und Psychopharmakaraten rasant (Statistisches Bundesamt 2015).
  • Demotivation: 85 % der deutschen Arbeitnehmer/innen sind tendenziell negativ gegenüber ihrer Arbeit und/oder dem Arbeitgeber eingestellt sind (Galupp-Studie, Nink 2015), liefern unzureichende, mangelhafte bzw. destruktive Ergebnisse, stecken ihre Kolleg/innen damit negativ an und verursachen hohe Krankheits-, und Fluktuationskosten durch erneute Stellenausschreibungen, Einarbeitungszeiten, Wissenstransferkosten, Know-How-Verlust usw.

Humanistisches Leistungsparadigma

Wollen wir die Leistungsfähigkeit erhalten, wollen wir ein menschengerechtes Leben führen, brauchen wir ein neues Leistungsparadigma, nämlich eines, welches das Wohlbefinden einschließt: Denn es geht um das Wohlergehen der wachsenden Weltbevölkerung, es geht darum, die anstehenden Herausforderungen der Weltgesellschaft, der Organisationen und Individuen mit einer reflektierten, philanthropischen Grundhaltung zu meistern. Es gilt daher, humanistisch zu leisten. Leistung ist Arbeit x Wohlbefinden durch Zeit (L = (A x W)/t). Es geht um „Heiße Leistung“, sozusagen; ein neues, humanistisches Leistungsparadigma.

(Zusammenfassung meines Blogs auf Spektrum der Wissenschaft. Ausführlich unter Spektrum der Wissenschaft, scilogs).

Die Spiegel TV-Dokumentation über Leistung, Langeweile und Zeit mit Prof. Brohm-Badry finden Sie hier:

Brohm-Badry Motivation

Literatur

Brohm, M./Vogt, D. (2016): Leistungsmotivation: der Einfluss von Flowerleben und Reflexionsfähigkeit. In G. E. Dlugosch, J. Fluck & C. Marquardt (Hrsg.), Gesundheit und Bildung: Schülergesundheit (Empirische Pädagogik, 30 (2), Themenheft). Landau: Verlag Empirische Pädagogik.

Brohm, Michaela (2016): Werte, Sinn und Tugenden als Steuerungsgrößen in Organisationen. Für Fach- und Führungskräfte (essentials). Wiesbaden, Springer.

Brohm, Michaela (2016): Positive Psychologie in Bildungseinrichtungen. Für Führungskräfte (essentials). Wiesbaden, Springer).

Emmott, S.,(2015). 10 Milliarden. Suhrkamp Taschenbuch.

Nink, M. Engagement Index (2015). Die neuesten Daten und Erkenntnisse aus 13 Jahren Gallup-Studie. München. Redline.

Statistisches Bundesamt. (2015). Gesundheitsberichtserstattung des Bundes.  (Zugriff: 24.11.15).

Die Publikationsliste von Prof. Brohm-Badry finden Sie hier.

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